Blutgruppen-Rechner fürs Baby
Wähle die Blutgruppe und den Rhesusfaktor jedes Elternteils, um zu sehen, welche Blutgruppen das Baby haben kann. Der Rechner folgt den üblichen Regeln der AB0- und Rhesus-Vererbung und zeigt, wie sich die Chancen mit Genen verändern, die ein Elternteil tragen kann, ohne dass man es sieht.
Blutgruppe des Kindes (AB0)
- AMöglich50 %–100 %
- BNicht möglich
- ABNicht möglich
- 0Möglichbis zu 50 %
Rhesusfaktor des Kindes
- Rh-positivMöglich75 %–100 %
- Rh-negativMöglichbis zu 25 %
Mögliche vollständige Blutgruppen
- A Rh+
- A Rh−
- 0 Rh+
- 0 Rh−
Nach den üblichen Regeln der AB0- und Rhesus-Vererbung. Die Spannen decken jede verborgene Genkombination ab. Seltene Varianten können diese Regeln durchbrechen.
Wie verborgene Gene die Chancen verändern
Ein Bluttest zeigt die Blutgruppe jedes Elternteils, aber nicht, welche zwei Genkopien er trägt. Jede Zeile unten ist eine mögliche Kombination, mit den Chancen des Kindes für diese Zeile.
| Elternteil 1 trägt | Elternteil 2 trägt | A | B | AB | 0 |
|---|---|---|---|---|---|
| A/A | 0/0 | 100 % | – | – | – |
| A/0 | 0/0 | 50 % | – | – | 50 % |
Alle Kombinationen der Eltern
| Eltern | Kind kann haben | Kind kann nicht haben |
|---|---|---|
| A × A | A, 0 | B, AB |
| A × B | A, B, AB, 0 | – |
| A × AB | A, B, AB | 0 |
| A × 0 | A, 0 | B, AB |
| B × B | B, 0 | A, AB |
| B × AB | A, B, AB | 0 |
| B × 0 | B, 0 | A, AB |
| AB × AB | A, B, AB | 0 |
| AB × 0 | A, B | AB, 0 |
| 0 × 0 | 0 | A, B, AB |
Kombinationen beim Rhesusfaktor
| Eltern | Rh-positiv | Rh-negativ |
|---|---|---|
| Rh-positiv × Rh-positiv | 75 %–100 % | bis zu 25 % |
| Rh-positiv × Rh-negativ | 50 %–100 % | bis zu 50 % |
| Rh-negativ × Rh-negativ | – | 100 % |
So funktioniert's
- Wähle die AB0-Blutgruppe jedes Elternteils: A, B, AB oder 0.
- Ergänze den Rhesusfaktor jedes Elternteils, wenn du ihn kennst. Sonst lass „Weiß ich nicht“ stehen.
- Lies ab, welche Blutgruppen möglich sind. Die Spannen zeigen, wie sich die Chancen je nach verborgenen Genen verschieben, die ein Bluttest nicht sieht.
Wie die AB0-Blutgruppe vererbt wird
Jeder Mensch hat zwei Kopien des AB0-Gens, eine von jedem Elternteil, und gibt an jedes Kind eine davon weiter. Es gibt drei häufige Varianten: A, B und 0. A und B zeigen sich, sobald sie vorhanden sind, 0 dagegen nur, wenn jemand zwei 0-Kopien hat.
Deshalb verrät ein Bluttest nicht alles. Blutgruppe A kann zwei A-Kopien oder eine A- und eine verborgene 0-Kopie bedeuten, bei B ist es genauso. AB bedeutet immer eine A- und eine B-Kopie, 0 immer zwei 0-Kopien. Der Rechner geht jede verborgene Kombination durch, daher kommen die Spannen.
Wie der Rhesusfaktor vererbt wird
Der Rhesusfaktor (RhD) wird unabhängig von der AB0-Blutgruppe vererbt. Rh-positiv zeigt sich schon mit einer Kopie, deshalb kann ein Rh-positiver Elternteil eine verborgene negative Kopie tragen. Rh-negative Eltern haben zwei negative Kopien.
Zwei Rh-negative Eltern bekommen ein Rh-negatives Kind. Ein Rh-positiver und ein Rh-negativer Elternteil können ein Kind mit beiden Varianten bekommen, ebenso zwei Rh-positive Eltern, wenn beide eine verborgene negative Kopie tragen.
Rh-negativ in der Schwangerschaft
Ist die Mutter Rh-negativ und das Kind Rh-positiv, kann ihr Immunsystem Antikörper gegen die Blutzellen des Kindes bilden. Das betrifft meist eher spätere Schwangerschaften als die erste und lässt sich weitgehend verhindern.
In der Schwangerschaftsvorsorge wird die Blutgruppe der Mutter früh bestimmt. Kann das Kind Rh-positiv sein, wird Rh-negativen Müttern eine Anti-D-Prophylaxe angeboten, damit sich keine Antikörper bilden. Frag deine Hebamme oder deine Frauenarztpraxis, was für dich gilt.
Wenn die Regeln nicht passen
- Seltene erbliche Varianten können die üblichen Regeln durchbrechen. Bei cis-AB werden A und B gemeinsam von einem Elternteil weitergegeben, sodass ein Elternteil mit AB und einer mit 0 ein Kind mit AB oder 0 bekommen können.
- Menschen mit dem seltenen Bombay-Phänotyp werden als Blutgruppe 0 bestimmt, können aber trotzdem A oder B weitergeben. So können Eltern, die scheinbar Blutgruppe 0 haben, ein Kind mit A oder B bekommen.
- Auch Blutgruppenbestimmungen und Unterlagen können falsch sein, deshalb lohnt es sich, ein unerwartetes Ergebnis prüfen zu lassen.
- Die Blutgruppe allein kann die Abstammung eines Kindes nicht zuverlässig beweisen oder ausschließen. Das kann nur ein DNA-Test.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Blutgruppe meines Babys?
Jeder Elternteil gibt eine seiner zwei AB0-Genkopien weiter. Wähle oben die Blutgruppen beider Eltern, und der Rechner listet jede Blutgruppe auf, die das Baby haben kann. Eltern mit A und 0 können zum Beispiel ein Kind mit A oder 0 bekommen, aber nicht mit B oder AB.
Können zwei Eltern mit Blutgruppe 0 ein Kind mit einer anderen Blutgruppe bekommen?
Nach den üblichen Regeln nicht. Zwei Eltern mit 0 können nur 0 weitergeben, das Kind hat also Blutgruppe 0. Ausnahmen sind seltene Varianten wie der Bombay-Phänotyp.
Kann ein Kind eine Blutgruppe haben, die keiner der Eltern hat?
Ja. Eltern mit A und B können ein Kind mit 0 bekommen, wenn beide eine verborgene 0-Kopie tragen, oder ein Kind mit AB. Auch zwei Eltern mit A können ein Kind mit 0 bekommen.
Bekommt das Kind die Blutgruppe der Mutter oder des Vaters?
Keine bestimmte. Das Kind bekommt von jedem Elternteil eine AB0- und eine Rhesus-Kopie, daher kann seine Blutgruppe der der Mutter, des Vaters, beider oder keines von beiden entsprechen.
Zeigt die Blutgruppe, wer der Vater ist?
Nein. Die Blutgruppe zeigt nur, ob eine Kombination zu den üblichen Regeln passt, und seltene Varianten oder Testfehler können eine echte Familie unmöglich erscheinen lassen. Nur ein DNA-Test kann die Abstammung sicher klären.
Wie häufig ist welche Blutgruppe?
Das hängt davon ab, woher deine Familie stammt. Laut NHS haben im Vereinigten Königreich zum Beispiel etwa 48 % der Menschen Blutgruppe 0, und etwa 85 % sind RhD-positiv.