Welche Blutgruppe bekommt das Kind, wenn ein Elternteil Blutgruppe A und der andere B hat?
Wenn ein Elternteil Blutgruppe A und der andere B hat, sind nach den üblichen Vererbungsregeln die Blutgruppen unten möglich. Die Spannen zeigen, wie sich die Chancen mit Genkopien verschieben, die die Eltern tragen können, ohne dass man es an ihrer eigenen Blutgruppe sieht.
Blutgruppe des Kindes (AB0)
- AMöglichbis zu 50 %
- BMöglichbis zu 50 %
- ABMöglich25 %–100 %
- 0Möglichbis zu 25 %
Nach den üblichen Regeln der AB0- und Rhesus-Vererbung. Die Spannen decken jede verborgene Genkombination ab. Seltene Varianten können diese Regeln durchbrechen.
Warum diese Blutgruppen?
Blutgruppe A bedeutet entweder zwei A-Kopien oder eine A- und eine verborgene 0-Kopie, und ein Bluttest zeigt nicht, welche. Blutgruppe B bedeutet entweder zwei B-Kopien oder eine B- und eine verborgene 0-Kopie, und ein Bluttest zeigt nicht, welche. Das Kind kann also Blutgruppe A, B, AB oder 0 haben.
Wie verborgene Gene die Chancen verändern
Ein Bluttest zeigt die Blutgruppe jedes Elternteils, aber nicht, welche zwei Genkopien er trägt. Jede Zeile unten ist eine mögliche Kombination, mit den Chancen des Kindes für diese Zeile.
| Elternteil 1 trägt | Elternteil 2 trägt | A | B | AB | 0 |
|---|---|---|---|---|---|
| A/A | B/B | – | – | 100 % | – |
| A/A | B/0 | 50 % | – | 50 % | – |
| A/0 | B/B | – | 50 % | 50 % | – |
| A/0 | B/0 | 25 % | 25 % | 25 % | 25 % |
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Und der Rhesusfaktor?
Der Rhesusfaktor wird unabhängig von A, B und 0 vererbt. Zwei Rh-negative Eltern bekommen ein Rh-negatives Kind; bei jeder anderen Kombination ist beides möglich, wie die Tabelle zeigt.
| Eltern | Rh-positiv | Rh-negativ |
|---|---|---|
| Rh-positiv × Rh-positiv | 75 %–100 % | bis zu 25 % |
| Rh-positiv × Rh-negativ | 50 %–100 % | bis zu 50 % |
| Rh-negativ × Rh-negativ | – | 100 % |
Andere Kombinationen der Eltern
Häufige Fragen
Welche Blutgruppe bekommt das Kind, wenn ein Elternteil Blutgruppe A und der andere B hat?
Nach den üblichen Vererbungsregeln: A (bis zu 50 %), B (bis zu 50 %), AB (25 %–100 %) oder 0 (bis zu 25 %).
Können Eltern mit den Blutgruppen A und B ein Kind mit Blutgruppe 0 bekommen?
Ja, wenn beide Eltern eine verborgene 0-Kopie tragen und beide sie weitergeben. Die Chance liegt bei höchstens 25 %.
Zeigt die Blutgruppe, wer der Vater ist?
Nein. Die Blutgruppe zeigt nur, ob eine Kombination zu den üblichen Regeln passt, und seltene Varianten oder Testfehler können eine echte Familie unmöglich erscheinen lassen. Nur ein DNA-Test kann die Abstammung sicher klären.