Such im App Store nach einem Ständerfinder, und du findest Dutzende Apps, die versprechen, in deine Wände zu sehen. Manche Bewertungen nennen sie Zauberei, andere Abzocke. Die Wahrheit liegt dazwischen, und sie hängt an einem einzigen Sensor.
Was eine Ständerfinder-App tatsächlich misst
Handys haben keinen Wandscanner. Ständerfinder-Apps lesen das Magnetometer aus, denselben Sensor, den auch dein Kompass nutzt. Es misst das Magnetfeld rund um das Handy in Mikrotesla (µT). Eisen und Stahl verzerren dieses Feld. Wenn du das Handy über eine Stahlschraube, einen Nagel oder ein Metallprofil schiebst, springt der Messwert deshalb nach oben.
Die App sieht das Holz also nie. Sie findet das Metall, das die Wand zusammenhält: die Schrauben und Nägel in den Holzständern oder, bei Wänden mit Metallständern, die Stahlprofile selbst.
Wo es gut funktioniert
- Trockenbauwand auf Metallprofilen. Üblich in Wohnungen, Büros und vielen neueren Häusern. Das Profil ist aus Stahl, deshalb ist das Signal auf der ganzen Länge stark.
- Trockenbauwand auf Holzständern. Das klappt über die Schrauben: Du findest eine senkrechte Reihe von Befestigungen, meist etwa alle 40 cm (16 in), und diese Reihe ist der Ständer.
- Schrauben finden, bevor du bohrst. Praktisch, wenn du einer vorhandenen Befestigung ausweichen oder sehen willst, wo eine Gipskartonplatte verschraubt wurde.
Wo es an Grenzen stößt
- Holz mit wenigen Befestigungen. Liegen die Schrauben weit auseinander, bekommst du einzelne Ausschläge statt einer klaren Linie.
- Putz, Ziegel und Beton. In alten Putzwänden stecken überall Nägel, und Stahlbeton ist voller Stahl, deshalb ist der Messwert sehr unruhig.
- Rohre und Kabel. Kupfer, Kunststoff und Aluminium sind nicht magnetisch, deshalb kann ein Handy Wasserrohre und Stromkabel komplett übersehen. Ein ruhiger Messwert ist nie ein Beweis dafür, dass du an der Stelle gefahrlos bohren kannst.
- Störungen. Hüllen mit Magneten, Lautsprecher in der Nähe, Laptops und Metallschmuck verändern alle den Messwert.
So bekommst du ein verlässliches Ergebnis
- Nimm das Handy aus der Hülle und kalibriere es so, wie die App es verlangt, oft mit einer Bewegung in Form einer 8.
- Finde heraus, wo der Sensor in deinem Handy sitzt, und halte genau diesen Teil flach an die Wand.
- Schiebe das Handy langsam seitwärts und markiere jeden Ausschlag mit Bleistift.
- Wiederhole das etwa 30 cm (12 in) höher und tiefer. Markierungen, die senkrecht übereinanderliegen, sind ein Ständer; ein einzelner Ausschlag ist nur eine Schraube.
- Bevor du etwas Schweres aufhängst, überprüfe das Ergebnis: Ein kleines Probeloch oder ein Magnet am Schraubenkopf kostet dich nur Sekunden.
App oder elektronischer Ständerfinder?
Ein elektronischer Ständerfinder erkennt Unterschiede in der Dichte. Er findet Holz also direkt und ist nicht auf Befestigungen angewiesen. Wenn du einen schweren Fernseher an Holzständern montierst und eine zweite Kontrolle willst, lohnt es sich, einen auszuleihen. Für Wände mit Metallprofilen, schnelle Checks und das Aufspüren von Befestigungen reicht eine Handy-App oft völlig aus.
Stud Finder WallScan ist genau für diese ehrliche Version der Aufgabe gebaut: ein Live-Messwert, einstellbare Empfindlichkeit und Alarme sowie eine Kurzanleitung zur Kalibrierung. Für Methoden ganz ohne App lies unseren Ratgeber, wie du einen Ständer ohne Ständerfinder findest.
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